4. Juni 2012

Xerjoff Oud Stars – GAO

Gao – So schwarz wie eine sternenlose Nacht


Gao, ein Duft so rau wie die Wüste selbst. Der Auftakt ist nicht nur eine Hommage an das in der arabischen Kultur tief verankerte Adlerholz, sondern auch eine Hommage an eines der luxuriösesten Gewürze der Welt: dem Safran. Wer einmal das Vergnügen hatte, Safran zu riechen, wird seinen charakteristischen Geruch nicht mehr vergessen. Er riecht bitter, herb und würzig, wie der Wind der Sandwüsten Marokkos und entführt uns in ganz und gar fremde Welten. Gao fängt genau diese Eigenschaft des Safrans ein und kombiniert den ohnehin exotischen Wohlgeruch mit feinstem Oud aus den Anbaugebieten Thailand und Laos. Die Mischung dieser beiden Oud Arten bewirkt, dass die Holzigkeit in Gao besonders hervorgehoben wird. Wäre Gao eine Farbe, es wäre so schwarz wie eine Sternenlose Nacht. Die Melange aus indischem Nussgras, Zedern-Wacholder und Gurjum, welche in der Herznote vorherrscht, wird mit den Gewürz- und Holznoten eins. Eine Illusion von arabischen Gewürzmärkten kommt auf. Die Händler bieten ihr kostbarstes Gut feil und die geschätzte Kundschaft ist mit traditionellen Oud Ölen parfümiert. Die sengende Hitze intensiviert diese markanten Dufteindrücke noch. Über der Szene schwebt ein sagenhaftes Bukett. Genau wie dieser fiktive Gewürzmarkt, erschließt sich auch Gao dem Träger erst nach und nach. Es ist ein Eau de Parfum, welches seine verborgenen Eigenschaften nicht jedem Preisgeben möchte. Es fordert ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit, denn es wäre viel zu schade auch nur einen Moment von Gao’s wundervoller Entwicklung zu missen. Denn bereits in der Basisnote hält der Duft die nächste Überraschung für unsere Nasen bereit: Harzige, süße Amber-Töne fließen ein in erdiges Patchouli. Eine noble Süße entsteht und das anfänglich raue Gao ist nun äußerst weich.

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